HABICHT

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HABICHT

DER HABICHT 3277 m

Allgemeine Informationen

Der Habicht ist ein mächtiger und zugleich auch der bedeutendste Gipfel im Habichtkamm in den Stubaier Alpen. Am Leichtesten ist dieser weit über die Grenzen Tirols für seine einmalige Aussicht bekannte Gipfel von der Innsbrucker Hütte in ca. 3 Stunden erreichbar. Er ist der touristisch am frühesten bestiegene Gipfel des Stubaitals.

Westlich und östlich des Gipfels ziehen zwei gleichläufige Grate nach Norden, zwischen denen der Mischbachferner eingebettet ist. Gegen Süd-Osten fällt ein mäßig geneigtes Firnfeld, der sogenannte Habichtferner, ab. Dieser ist in den letzten Jahren stark ausgeapert, er darf allerdings insbesondere im Frühjahr nicht unterschätzt werden.

 

Aufstiegsmöglichkeiten

Der Normalweg von Osten:

Aufstieg direkt von der Hütte, über zum Teil mit Drahtseilen gesicherte Platten gegen Westen über eine Gratrippe und weiter auf der Seite des Pinnistales empor zur östlichen Ecke des Gipfelaufbaues. Weiter über den kleinen, flachen und spaltenfreien Habichtferner zum Gipfelaufbau. Der Gipfelgrat, der wiederum mit Seilen gesichert ist, führt direkt hinauf zum Gipfel.

Der Steig ist gut markiert und man benötigt von der Hütte ungefähr 2,5 bis 3 Stunden.
Der freistehende Gipfel bietet eine einmalige Rundschau auf die Stubaier Alpen, auf die Nördlichen Kalkalpen, auf die westlichen Zillertaler Alpen und in die Dolomiten. Im Süden stehen die fast uneinnehmbar scheinenden Felsbastionen der Tribulaune und des Goldkappels.

WARNUNG! Beim Abstieg im Frühjahr nicht über das Firnfeld und die steile Firnrinne links des Abstiegsweges abfahren, da die Rinne überaus jäh in Felsstürze über dem Pinnistal abbricht! (häufige Unfälle!!)
Von der Mischbachalm je nach Verhältnissen 4 bis 8 Stunden:

ANMERKUNG
Für Extreme bietet sich der Mischbachferner über die Nordseite (Stubaital) an - eine klassische Eistour.
Der Aufstieg führt über die Mischbachalm weiter hinauf bis zum Mischbachferner, an dessen Fuße man sich für eine der zwei Möglichkeiten entscheiden muss:

 

  • Erster Weg: über sämtliche Steilstufen des Ferners, aus der äußeren Mischbachgrube über die rechte Schlusswand des Ferners, weiter empor im östl. Arm, sehr steil über die zweite Eisflanke (50°!) und hinauf gegen den Gipfelaufbau, zu dem man etwas westlich des Gipfels über die steile Eiszunge (oberer Teil ausapernd, Steinschlag!) zum Grat und in wenigen Schritten zum Gipfel gelangt.
  • Zweiter Weg: nicht so schwierig. Am linken (östl. gelegenen) flacheren Zungenende empor, weiter rechts aufwärtshaltend gegen das Ende des Grates, der den oberen Mischbachferner in der Mitte teilt. Weiter am Blockgrat, mäßig schwierig zum Gipfel.

Bei dieser Tour möchten wir aufgrund des Steinschlages besonders auf richtige Schutzausrüstung, Klettererfahrung im Eis und auf einen sehr frühen Start der Tour hinweisen!