Klettersteig Ilmspitze

admin's picture

Klettersteig Ilmspitze

Klettersteig Ilmspitze 2.690 m

Allgemeine Informationen

Die Ilmspitze ist das schroffe Wahrzeichen schlechthin – fast unbezwingbar ragt sie formschön am Talschluß des Pinnistales empor. An ihrer Südwestkante zieht der Klettersteig über steile Platten direkt zum kleinen Gipfel hinauf, aber auch der Spreizschritt über eine tiefe Rinne lässt keine Wünsche offen. Vom Gipfel, wie könnte es anders sein, ein wunderbares Panorama in dolomitenartiger Umgebung.
 

Schwierigkeitsgrad: C+

Definition: Steiles bis sehr steiles Felsgelände. Größtenteils kleintrittige Passagen, die fast immer ausgesetzt sind. Senkrechte Leitern, Trittstifte und Eisenklammern, die mitunter auch weiter auseinander liegen können. Oft senkrechte und nur mit einem Stahlseil versicherte Abschnitte. Schwindelfreiheit, Trittsicherheit und gute allgemeine körperliche Verfassung sind Voraussetzung.

Selbstsicherung mit geeigneter Ausrüstung ist Standard.

 

Kartenmaterial:

AV-Karte 31/3; Brennerberge 1:50.0000 Kompass Nr. 35; Innsbruck Brenner 1:50.000 BEV ÖK 147 u. 148 1:25.000 bzw. 1:50.000

Anstieg:

In 1 Stunde von der Hütte erreicht man nach einer faszinierenden Durchwanderung durch das Kalkgestein des Serleskammes den Einstieg, wo man auch eine kleine Holzhütte als Wetterschutz vorfindet.
Gleich hinter der Holzhütte, wo man überflüssiges Gepäck und evt. den Rucksack deponieren kann, befindet sich in einer kleinen Schlucht der Einstieg (ist durch einen roten Steigbügel markiert).

Route
1. Teil:

Gleich gehts rasant über mehrere Wandfluchten steil hinauf (mit Klammern gut versichert). Dann wird das Gelände etwas gestufter und man kommt zu einer leichten Linksquerung. An deren Ende führt ein steiler Aufschwung wieder in gestufte Abschnitte. Teils rechts oder linksquerend, oder direkt am Grat gewinnt man an Höhe, nach einem rinnenförmigen Kamin folgt ein schweres Steilstück, das dann in eine Scharte führt. Hier markant absteigen und dann über eine tiefe Schlucht (Spreizschritt) zu einer steilen Wandstelle, die in leichteres, etwas brüchiges Gelände mündet. Man erreicht die Abzweigung zum „Abstieg“. Die ersten zwei Steigdrittel sind nun bewältigt.

2. Teil:
Man überwindet eine steile Wandstelle, um dann in leichterem Gelände nach links absteigend, in eine schluchtartige Rinne zu gelangen. Das Ende der Rinne ist steil und wird von einem großen Klemmblock bedeckt. Hat man sich an diesem „emporgeschlichen“ erreicht man nach einem letzten Steilstück über kurze Aufschwünge das Gipfelplateau.

Abstieg:

Der Abstieg von dieser stolzen Felsenzinne führt zunächst über den Aufstieg (also auch durch den spektakulären Kamin!) hinunter. Bei der Abzweigung „Abstieg“ (mit roter Farbe gut markiert) den Seilversicherungen nach rechts folgen. Ab deren Ende folgt man auf herrlich ausgesetzten Steigspuren den Markierungen und quert luftige Bänder in einem wunderschön, bizarren Felsgelände, das den Dolomiten um nichts nachsteht.

Nun gehts weiter um eine Geländekante herum und über gestuftes Gelände steigt man in die große Schutthalde hinab bis zu einem Pfeiler, der den Schutt „aufstaut“ (Markierung) – hier beginnt eine Klammerleiter, über die man steil den Pfeiler hinuntersteigt. Nun den Markierungen und dem Weg folgen und nach einem kurzem Aufstieg gelangt man wieder direkt zum Einstieg, also auch zur Holzhütte.